Am 2. April bekräftigte US-Präsident Donald Trump die Einführung eines weltweiten Einfuhrzolls von 25 % auf alle in die USA eingeführten Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile, mit den Ausnahmen im Zusammenhang mit dem Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada, wie ursprünglich am 26. März angekündigt. Die Automobilindustrie wird von den am 2. April angekündigten reziproken Zöllen indes nicht betroffen sein.
Wir bekräftigen daher unsere Schätzung, dass sich diese Zölle um 20 bis 30 % negativ auf unsere Fair Value-Schätzungen für die Automobil-Erstausrüster auswirken werden. Trotz der Abwärtskorrekturen in diesem Szenario sind wir weiterhin der Ansicht, dass bei den aktuellen Kursen eine ausreichende Sicherheitsmarge besteht, da die Aktien mit einem erheblichen Abschlag zu unseren Bewertungen gehandelt werden. BMW BMW und Mercedes-Benz MBG exportieren ca. 50% ihrer US-Produktion, die von Vergeltungszöllen betroffen sein könnten, was die negativen Auswirkungen auf unsere Marktwerte noch verstärken könnte.
Unter den europäischen Automobilherstellern ist Stellantis STLAM nach dem derzeitigen Stand der Zölle und unter Berücksichtigung ihres Anteils an in den USA hergestellten Produkten und der Einhaltung des USMCA am stärksten von den Auswirkungen der US-Importzölle betroffen, gefolgt von Mercedes, BMW und Volkswagen VOW3.
Unterdessen sind Ferrari RACE und Porsche P911am stärksten betroffen. Ihre überlegene Preissetzungsmacht und die positive Auswirkung von Preiserhöhungen auf die Restwerte der vorhandenen Fahrzeuge ihrer Kunden verringern jedoch die Gesamtauswirkungen der Zölle auf ihre Finanzlage. Dies gilt besonders für Ferrari (Wide Moat) als auch für Porsche (Narrow Moat).
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